Der Trinker: Roman by Katarina Botsky

(7 User reviews)   4622
Botsky, Katarina, 1880-1945 Botsky, Katarina, 1880-1945
German
Hey, I just finished this book that's been haunting my thoughts. It's called 'Der Trinker' and it's about a man in 1930s Berlin who's slowly losing his grip. The main character isn't just fighting alcohol; he's fighting against a world that feels like it's collapsing around him, and against himself. The scary part? You understand why he drinks. It's not a simple story about addiction—it's about what happens when a person feels completely powerless. The writing pulls you right into his head, and it's a rough, honest, and surprisingly beautiful place to be, even when it's falling apart.
Share

Read "Der Trinker: Roman by Katarina Botsky" Online

This book is available in the public domain. Start reading the digital edition below.

START READING FULL BOOK
Instant Access    Mobile Friendly

Book Preview

A short preview of the book’s content is shown below to give you an idea of its style and themes.

dritten Etage des Ziegelspeichers heraus und fragte, was es gäbe. Alsbald brüllte John, daß es über den ganzen Hof schallte: »Wissen Sie, was der Doktor gesagt hat, Rodenberg?! Meine Leber ist kaputt, hat er gesagt. Ich hab's durch die Tür gehört.« »Glauben Se doch das nich!« tönte es von oben zurück, und bald klapperten ein Paar Holzpantoffeln hurtig die letzte Treppe herunter, und gleich darauf tauchte ein hünenhafter alter Germane mit einem langen, fuchsroten Bart im Rahmen der nächsten Speichertür auf. »Was hat'r jesacht, der Schafskopp?« fragte der Kutscher. »Kaputt, hat'r jesacht,« kicherte John, sich auf den Bauch tätschelnd. Rodenberg entblößte sein Pferdegebiß und lachte, daß es dröhnte. Dabei hüpften die großen, kugelrunden Warzen, die wie Erbsen über sein geräumiges Gesicht verstreut waren, munter hin und her. »Nei sowas! Nei sowas!« schrie er, sich aufs Knie schlagend. »Wie will so'n Schafskopp das wissen?!« John lächelte so listig und so kindisch, wie einst vielleicht Caligula gelächelt hatte. »Hier,« sagte er, dem Alten verstohlen eine Flasche reichend, »holen Sie mir meine Mischung. Auf sowas muß man einen trinken. Meinen Se nich auch?« Rodenberg meinte auch. Er war immer dabei, wenn es galt, Johns Mischung zu holen, denn er liebte sie selbst leidenschaftlich. »Mama!« riefen die beiden Jungen am Fenster wie aus einem Munde, »jetzt läßt er sich schon wieder von Rodenberg Schnaps holen.« »Mein Gott,« sagte eine larmoyante Frauenstimme im Nebenzimmer, »laß er schon trinken! Jetzt ist ja doch schon alles gleich!« Der blondlockige jüngere der beiden Brüder sah wie ein eingebildeter Engel aus, der ältere glich John. Der Engel öffnete seine roten Lippen und sagte, während seine großen blauen Augen verträumt durchs Fenster blickten: »Wenn er doch erst tot wäre!« »Pfui, Leo, wie kannst du nur, es ist doch immer dein Bruder!« verwies ihn dieselbe larmoyante Stimme in traurigem Tone. »Ich muß ihn mir doch schon immer als Leiche vorstellen,« murmelte der ältere Junge. Fast die ganze Familie _Zarnosky_ zeichnete sich durch Roheit und ein ungewöhnliches Maß von Phantasie aus. Durch eine Phantasie, die nichts als Unheil stiftete, da sie das Unglück hatte, einer rohen und dumpfen Kaufmannsfamilie zu gehören, die nicht wußte, was sie mit ihr anfangen sollte. Es gab Zarnoskys, die vom Morgen bis zum Abend, sich und andern zum Verderben, die seltsamsten Lügen zur Welt brachten, weil ihre brachliegende Phantasie, derer sie sich indessen kaum bewußt waren, sie unwiderstehlich dazu trieb. Anstatt Bücher zu schreiben, verkauften sie Getreide; allerdings weder aus Neigung noch aus Betätigungsdrang. Johns Großvater, der Sohn eines reichen Bauern, hatte, um etwas Besseres zu sein als sein Vater, den Handel mit Getreide begonnen, und nun setzten ihn seine Söhne eben fort, weil ihnen das am bequemsten schien. Denn sie waren sehr faul und gegen alle Neuerungen; sie wollten bleiben, was sie waren. Da ihnen das Glück, trotz ihrer Trägheit, gewogen blieb, so meinten sie, daß Trägheit zum Erfolge notwendig sei, saßen mit den Stiefeln knarrend in ihren Kontoren, ließen die Daumen ihrer meistens gefalteten Hände umeinander schwirren -- gewöhnlich unter mehr oder weniger märchenhaften Behauptungen und Erzählungen -- und taten nie mehr, als durchaus notwendig war. Aber es gab keinen Trinker in der ganzen Familie. Man wußte nicht, wie John zu diesem Laster gekommen war, und zerbrach sich manchmal die Köpfe darüber. Ein Teil der Familie meinte, daß man ihm zu oft und zu viel zu trinken gegeben, als er zart, fett und weich wie ein kleines Schwein mit einem Gesichtchen wie vom Konditor in der Wiege lag und von allen angebetet wurde. John schien schon damals beständig an Durst zu leiden; er konnte nie genug zu trinken bekommen. Die halbe Familie Zarnosky stand oft...

This is a limited preview. Download the book to read the full content.

Katarina Botsky's Der Trinker is a quiet, devastating portrait of a man coming undone. Set against the tense backdrop of 1930s Berlin, it follows a middle-aged writer as his life unravels. He loses his job, his relationships fracture, and the city itself feels like it's holding its breath for something terrible. His refuge becomes the bottle, a solution that only speeds up the destruction of everything he has left.

The Story

The book follows our unnamed narrator's downward spiral. We see the world through his eyes as his excuses become flimsier, his promises to himself break, and the line between reality and drunken haze blurs. It's not a plot of big events, but of small, significant failures—a missed appointment, a borrowed mark not repaid, a moment of clarity drowned by the next drink. The real tension isn't about if he'll hit bottom, but how far down it goes and who he has to become to survive it.

Why You Should Read It

This book got under my skin because it's so brutally honest. Botsky doesn't judge her character; she just shows you his logic, his fear, and his twisted pride. You don't just watch his collapse—you feel the seductive pull of his escape, even as you see the cost. It’s a story about shame, loneliness, and the lies we tell ourselves to get through the day. Written during a dark time in history, it feels less about a specific era and more about a universal human struggle.

Final Verdict

This is for readers who don't need a happy ending but crave a real, raw human story. If you liked the emotional honesty of something like Stoner or the psychological depth of classic character studies, you'll be gripped. It's a short, intense book that leaves a long shadow. Be prepared: it's a masterpiece, but it's not a light read. You'll carry this character with you.



✅ Legal Disclaimer

This masterpiece is free from copyright limitations. Distribute this work to help spread literacy.

Christopher Allen
5 months ago

Recommended.

Liam White
1 year ago

To be perfectly clear, it creates a vivid world that you simply do not want to leave. Truly inspiring.

Anthony Hernandez
1 year ago

Finally found time to read this!

Robert Lewis
2 months ago

Wow.

Karen Lopez
4 months ago

I stumbled upon this title and the emotional weight of the story is balanced perfectly. Absolutely essential reading.

4.5
4.5 out of 5 (7 User reviews )

Add a Review

Your Rating *
There are no comments for this eBook.
You must log in to post a comment.
Log in


Related eBooks