Unterm Birnbaum by Theodor Fontane

(3 User reviews)   2960
Fontane, Theodor, 1819-1898 Fontane, Theodor, 1819-1898
German
Hey, if you like a story where you can't trust anyone, including the narrator, give 'Unterm Birnbaum' a shot. It's a classic German novella that feels surprisingly modern. We're in a small village where Abel Hradscheck, the innkeeper, is drowning in debt. When a traveling salesman disappears after a night at his inn, everyone starts whispering. Did he just leave town, or did something much darker happen under the pear tree in Abel's garden? Fontane masterfully builds this quiet, creeping tension where every glance and bit of gossip feels loaded. It's less about a big, flashy crime and more about the slow, suffocating weight of guilt and suspicion in a place where everyone knows your business. A perfect, atmospheric read for a gloomy afternoon.
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Pierer’sche Hofbuchdruckerei. Stephan Geibel & Co. in Altenburg. I. Vor dem in dem großen und reichen Oderbruchdorfe Tschechin um Michaeli 20 eröffneten _Gasthaus und Materialwaarengeschäft von Abel Hradscheck_ (so stand auf einem über der Thür angebrachten Schilde) wurden Säcke, vom Hausflur her, auf einen mit zwei magern Schimmeln bespannten Bauerwagen geladen. Einige von den Säcken waren nicht gut gebunden oder hatten kleine Löcher und Ritzen, und so sah man denn an dem, was herausfiel, daß es Rapssäcke waren. Auf der Straße neben dem Wagen aber stand Abel Hradscheck selbst und sagte zu dem eben vom Rad her auf die Deichsel steigenden Knecht: »Und nun vorwärts, Jakob, und grüße mir Ölmüller Quaas. Und sag’ ihm, bis Ende der Woche müßt’ ich das Öl haben, Leist in Wrietzen warte schon. Und wenn Quaas nicht da ist, so bestelle der Frau meinen Gruß und sei hübsch manierlich. Du weißt ja Bescheid. Und weißt auch, Kätzchen hält auf Komplimente.« Der als Jakob Angeredete nickte nur statt aller Antwort, setzte sich auf den vordersten Rapssack und trieb beide Schimmel mit einem schläfrigen »Hüh« an, wenn überhaupt von Antreiben die Rede sein konnte. Und nun klapperte der Wagen nach rechts hin den Fahrweg hinunter, erst auf das Bauer Orth’sche Gehöft sammt seiner Windmühle (womit das Dorf nach der Frankfurter Seite hin abschloß) und dann auf die weiter draußen am Oderbruch-Damm gelegene Ölmühle zu. Hradscheck sah dem Wagen nach, bis er verschwunden war, und trat nun erst in den Hausflur zurück. Dieser war breit und tief und theilte sich in zwei Hälften, die durch ein paar Holzsäulen und zwei dazwischen ausgespannte Hängematten von einander getrennt waren. Nur in der Mitte hatte man einen Durchgang gelassen. An dem Vorflur lag nach rechts hin das Wohnzimmer, zu dem eine Stufe hinaufführte, nach links hin aber der Laden, in den man durch ein großes, fast die halbe Wand einnehmendes Schiebefenster hineinsehen konnte. Früher war hier die Verkaufsstelle gewesen, bis sich die zum Vornehmthun geneigte Frau Hradscheck das Herumtrampeln auf ihrem Flur verbeten und auf Durchbruch einer richtigen Ladenthür, also von der Straße her, gedrungen hatte. Seitdem zeigte dieser Vorflur eine gewisse Herrschaftlichkeit, während der nach dem Garten hinausführende Hinterflur ganz dem Geschäft gehörte. Säcke, Citronen- und Apfelsinenkisten standen hier an der einen Wand entlang, während an der andern übereinandergeschichtete Fässer lagen, Ölfässer, deren stattliche Reihe nur durch eine zum Keller hinunterführende Fallthür unterbrochen war. Ein sorglich vorgelegter Keil hielt nach rechts und links hin die Fässer in Ordnung, so daß die untere Reihe durch den Druck der obenaufliegenden nicht ins Rollen kommen konnte. So war der Flur. Hradscheck selbst aber, der eben die schmale, zwischen den Kisten und Ölfässern freigelassene Gasse passirte, schloß, halb ärgerlich halb lachend, die trotz seines Verbotes mal wieder offenstehende Fallthür und sagte: »Dieser Junge, der Ede. Wann wird er seine fünf Sinne beisammen haben!« Und damit trat er vom Flur her in den Garten. Hier war es schon herbstlich, nur noch Astern und Reseda blühten zwischen den Buchsbaumrabatten, und eine Hummel umsummte den Stamm eines alten Birnbaums, der mitten im Garten hart neben dem breiten Mittelsteige stand. Ein paar Möhrenbeete, die sich, sammt einem schmalen mit Kartoffeln besetzten Ackerstreifen, an eben dieser Stelle durch eine Spargel-Anlage hinzogen, waren schon wieder umgegraben, eine frische Luft ging, und eine schwarzgelbe, der nebenanwohnenden Wittwe Jeschke zugehörige Katze schlich, muthmaßlich auf der Sperlingssuche, durch die schon hoch in Samen stehenden Spargelbeete. Hradscheck aber hatte dessen nicht Acht. Er ging vielmehr rechnend und wägend zwischen den Rabatten hin und kam erst zu Betrachtung und Bewußtsein, als er, am Ende des Gartens angekommen, sich umsah und nun die Rückseite seines Hauses...

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Theodor Fontane's Unterm Birnbaum (Under the Pear Tree) is a tight, tense little story set in a sleepy Oderbruch village. Abel Hradscheck runs the local inn but is secretly crushed by gambling debts. His sharp wife, Ursel, is desperate to save their standing. When a well-off linen salesman, a Frenchman named Szulski, stays at their inn and then vanishes, the plot thickens. Abel finds the man's body buried in his own garden. Instead of reporting it, he makes a fateful, greedy decision that sets off a chain of lies.

The Story

Abel moves the body to fake an accident, hoping to claim the dead man's money and solve his financial woes. But in a small community, secrets have a short shelf life. The village judge, a wonderfully persistent and ordinary man, starts poking around. He doesn't have forensic science—just gut instinct and a keen eye for human behavior. The pressure mounts not from police chases, but from Abel's own unraveling nerves and the silent judgment of his neighbors. The real question becomes: how long can you live with what you've done?

Why You Should Read It

Don't expect action-packed thrills. The magic here is in the psychological squeeze. Fontane paints a brilliant picture of how guilt warps a person. You watch Abel's anxiety grow with every casual question from a neighbor. The setting itself becomes a character—the flat, brooding landscape mirrors the moral emptiness settling over the Hradscheck household. It's a fascinating look at how crime disrupts the fragile social order of village life, where reputation is everything.

Final Verdict

This is a book for readers who love character-driven tension over flashy plots. If you enjoy stories where the setting is a mood, and the real drama is internal, you'll be hooked. It's also a fantastic, accessible entry point into classic German literature. Think of it as a 19th-century moral thriller, perfect for anyone who's ever wondered how far they might go when backed into a corner.



📢 Copyright Status

There are no legal restrictions on this material. Share knowledge freely with the world.

George Smith
2 years ago

Surprisingly enough, the atmosphere created is totally immersive. I will read more from this author.

Ashley Davis
1 year ago

This book was worth my time since the emotional weight of the story is balanced perfectly. Highly recommended.

Donna Sanchez
1 year ago

My professor recommended this, and I see why.

4
4 out of 5 (3 User reviews )

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