Gretchen Reinwalds letztes Schuljahr: Eine Erzählung für Mädchen von 13-16…

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By Emily Rodriguez Posted on Dec 25, 2025
In Category - Sea Adventures
Sapper, Agnes, 1852-1929 Sapper, Agnes, 1852-1929
German
You know that feeling when you're about to leave school and everything seems to change at once? That's Gretchen's world. Her final year is supposed to be about saying goodbye to childhood friends and looking ahead. But when a serious new girl arrives, she throws Gretchen's close-knit circle into complete disarray. Old loyalties are tested, new jealousies flare up, and Gretchen has to figure out who she really is—and who she wants to be—just as everything familiar is about to end. It’s a surprisingly relatable story about friendship growing pains, wrapped in old-fashioned charm.
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Täuschung,“ sagte er, „deine Zöpfe sind nur so prahlerisch aufgebaut. Die Mutter ist doch größer, und sie bleibt’s auch.“ Da lachte Gretchen und rief: „Ich weiß schon, wie du’s meinst, Vater. Die Mutter bleibt freilich größer,“ und mit stürmischer Zärtlichkeit umarmte sie die Mutter. Herr Reinwald verabschiedete sich nun, um seinem Beruf nachzugehen, und auch Gretchen machte sich fertig. „Rufe im Vorbeigehen Lene, daß sie das Frühstück abräume,“ sagte Frau Reinwald. „Lene? Ja, wenn nur unsre gute Lene noch draußen wäre!“ antwortete Gretchen; „ich mag gar nicht mehr in die Küche, seitdem so ein fremdes Wesen darin haust!“ „Ich glaube es wohl, daß dir deine Lene fehlt, die bei uns war, solang du zurückdenken kannst; aber Franziska scheint mir auch ein tüchtiges Mädchen zu sein.“ „Ich schicke sie dir herein,“ sagte Gretchen, „und jetzt leb wohl, Mutter.“ „Viel Glück zum letzten Schuljahr!“ „Danke, ich bin furchtbar neugierig, wie es in der Oberklasse wird!“ Eilig ging nun Gretchen in den kühlen Herbstmorgen hinaus, der Schule zu. Ihr Weg führte sie durch lange, belebte Straßen. Schon seit ihrem ersten Schuljahr, in dem Herr Reinwald als Regierungsrat in die Residenz versetzt worden war, besuchte Gretchen das Institut von Fräulein von Zimmern. Von Klasse zu Klasse war sie aufgestiegen, und nun stand sie vor der letzten. Die schöne Feier der Konfirmation lag eben hinter ihr, Herz und Sinn des jungen Mädchens waren noch bewegt von den tiefen Eindrücken dieser Zeit; heute aber, auf dem gewohnten Schulweg, überkam sie das Gefühl, daß nun alles wieder in das werktägliche Geleise übergehe, und die festtäglichen Empfindungen wichen einer nüchternen Stimmung. Ähnlich ging es wohl auch ihren Altersgenossinnen. Manche derselben waren schon im Frühjahr konfirmiert worden, die meisten aber, wie auch Gretchen, erst im Herbst, und so wanderten sie heute zum ersten Male als konfirmierte Mädchen wieder dem Institut von Fräulein von Zimmern zu. Sie begrüßten sich als alte Kamerädinnen, freundschaftlicher oder kühler, je nachdem sie einander näher oder ferner standen; aber _ein_ Paar fand sich mit besonderer Herzlichkeit zusammen und stand Seite an Seite, als könnte es gar nicht anders sein: das war Gretchen Reinwald und Hermine Braun, zwei Freundinnen, die seit dem ersten Schuljahr treu zusammen gehalten hatten und von den andern fast wie Schwestern angesehen wurden. Doch waren sie einander äußerlich nicht ähnlich. Hermine war kleiner als Gretchen, hatte ein schmales, blasses Gesichtchen, aber eines, das man gern ansah, denn es sprach eine große Herzensgüte aus den sanften Zügen. Mit den beiden zugleich trat Ottilie von Lilienkron in das Schulhaus, und die drei gingen im untern Stockwerk des Hauses auf eine Zimmertüre zu, die die Aufschrift „Oberklasse“ trug. Als sie eintraten, fanden sie schon mehrere Mädchen versammelt. Eine derselben bemühte sich eben, einen Kleiderrechen, der sich von der Wand losgemacht hatte, wieder zu befestigen. Es war Elise Schönlein, eine wenig begabte Schülerin. Ottilie redete sie spöttisch an: „Ist das deine erste Leistung in der Oberklasse, daß du den Kleiderrechen von der Wand reißst?“ „Ich kann nichts dafür, das alte Ding hält nicht mehr, der Nagel fällt aus dem Loch. Helft mir doch!“ Hermine Braun kam zu Hilfe. Der Federkasten mußte als Hammer dienen, der Nagel wurde wieder eingeklopft. „So, jetzt hält es notdürftig,“ sagte Hermine befriedigt. „Ja,“ entgegnete Ottilie, „für einen Tag vielleicht, dann fällt’s wieder herunter. Dies Zimmer ist überhaupt das unschönste Schulzimmer von allen, die wir noch gehabt haben.“ „Ja, und so kalt, man hätte schon ein wenig einheizen können.“ Die Neueintretenden stimmten mit ein in diese Klagen, und die ganze junge Gesellschaft war ziemlich mißvergnügter Laune, als sie sich auf den alten Schulbänken niederließen und in dem etwas dunkeln, kühlen Parterrezimmer auf...

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Have you ever picked up a book that feels like a secret letter from another time? That's what reading Gretchen's last school year is like. Published in 1908 by Agnes Sapper, it gives us a window into a German girls' school over a century ago, but the feelings are anything but dated.

The Story

We follow Gretchen Reinwald through her final months at school. Life is predictable with her group of friends until Klothilde, a stern and highly principled new student, arrives. Klothilde doesn't care for their silly games or gossip. She challenges them, especially Gretchen, to be better. This causes a rift. Friends take sides, feelings get hurt, and Gretchen is caught in the middle, trying to please her old friends while being drawn to Klothilde's earnest intensity. The story is the quiet drama of that last year, where every small conflict feels huge because the clock is ticking on childhood.

Why You Should Read It

Don't let the 1908 publication date fool you. The core of this book—navigating changing friendships, peer pressure, and figuring out your own morals—is timeless. Gretchen isn't a perfect heroine; she's often indecisive and worried about what others think. That makes her real. You root for her to find her courage. Sapper writes with warmth and a clear understanding of a teenage girl's heart. The school setting, with its strict rules and emphasis on character, is fascinating, but the emotional landscape is completely familiar.

Final Verdict

This is a quiet, character-driven story perfect for anyone who enjoys historical fiction or classic coming-of-age tales. If you like books that explore the complexities of friendship without flashy plots, you'll find a lot to love here. It's a sweet, thoughtful read that proves some struggles—like outgrowing your old self—are truly universal.



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Donald Wilson
1 year ago

Wow.

Kimberly Garcia
1 year ago

After hearing about this author multiple times, the arguments are well-supported by credible references. One of the best books I've read this year.

Steven Wilson
1 year ago

If you enjoy this genre, the plot twists are genuinely surprising. Truly inspiring.

Susan Jackson
5 months ago

Recommended.

Elijah Gonzalez
1 year ago

After hearing about this author multiple times, it creates a vivid world that you simply do not want to leave. Absolutely essential reading.

5
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